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Hotel Oderberger, meine kleine Flucht aus dem Alltag

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Manchmal braucht es einfach eine kleine Flucht aus dem Alltag, meine war das Hotel Oderberger in Berlin, Prenzlauer Berg. Auch wenn es sich hier nur um eine Übernachtung gehandelt hat, machen die veränderte Umgebung, die andere Stadt, Menschen und andere Eindrücke schon etwas mit einem –  es ist inspirierend.

Die Besonderheit des Hotels

Ich wollte mir schon im letzten Jahr das Hotel Oderberger anschauen, konnte den geplanten Besuch aber leider zeitlich nicht umsetzen. Dieses Hotel hat eine einzigartige Besonderheit — es handelt sich nämlich um ein ehemaliges Stadtbad. Das bedeutet, dass es sich allein schon durch seine ursprüngliche Funktion um einen sehr imposanten Bau handelt. Das ehemalige Stadtbad ist wieder zum Leben erweckt worden, kann auch von Nichthotelbewohnern genutzt werden und wenn mal ganz groß gefeiert wird, kann das Wasser des Bades abgelassen, der Boden hochgefahren und „schwuppdiwupp“ zum traumhaftschönen Ballsaal umfunktioniert werden. Eine architektonische Raffinesse und gleichzeitig eine großartige Idee. Die Bauweise des Bades erinnert durch seine Raumhöhe und die vielen Rundbögen an eine Kathedrale. Ein beeindruckender Raum, wie für rauschende Feste gemacht.

Die Geschiche des Gebäudes

Als erstes möchte ich ein paar Daten und Fakten zum Hotel Oderberger liefern, denn allein die sind schon interessant.

1902  Eröffnung als Volksbad

1945  Das Neo – renaissance Gebäude übersteht den Krieg unbeschadet

1986  Das Bad schließt aufgrund irreparabler Schäden

1989   Nach dem Fall der Mauer nutzen Künstler das Bad

2016  Wiedereröffnung als Hotel Oderberger, nach 5-jährige Sanierung

Ich kann nur sagen die lange Renovierungs -und Sanierungsphase hat sich wirklich gelohnt. Es ist ein ganz besonderer Mix aus alt und neu mit einem eigenen Charme entstanden.

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Das Hotel Oderberger bietet 70 Zimmer und zwei Appartments mit voll ausgestatteter Küche.

Die Zimmer sind schlicht, elegant und modern gehalten und haben eine stattliche Deckenhöhe. In allen Zimmern findet man Details aus der Vergangenheit, was den Charakter der Räume unterstreicht. Besonders charmant finde ich, dass alte Türen der Umkleidekabinen des Stadtbades in die Schiebetüren, die Zimmer und Bad von einander trennen, eingearbeitet sind. Die gleiche Verarbeitung alter Flügeltüren des Stadtbades befinden sich im ersten Stock des Hotels, sie dienen dort als Raumteiler.

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Zu einem guten Hotel gehört eine schöne Bar

Zu einem guten Hotel gehört selbstverständlich auch eine Bar. Die Bar des Hotel Oderberger ist gleichzeitig Kaminzimmer und somit Raum der Begegnung. Das Kaminzimmer ist sehr anheimelt ausgestattet, hier finden sich neben dem brennenden Kamin lederne Chesterfieldsofas und in einem warmen Orange gehalten, gemütliche Sessel. Dazu gesellen sich aus Messing kleine, feine Beistelltische. An den Wänden findet man sehr schöne Bildkompositionen in schwarz-weiß. Optisch, alles in allem, ansprechend und gelungen zusammengestellt.

Nach ausgedehnter Berlin – Erkundungstour, lies ich mich erschöpft in der Bar bzw. im Kaminzimmer nieder und habe einen superguten, aromatischen, sehr leckeren Latte Macchiato getrunken, später am Abend dann auch noch köstlichen Rotwein. Die Bar war am späten Nachmittag sehr belebt, man hörte alle möglichen Sprachen und das Publikum war auffallend jung. Sie alle kommen durch das GLS Sprachzentrum ins Hotel Oderberger, dessen Geschäftsführerin, Barbara Jaeschke, auch Geschäftsführerin des Hotels ist. Sprachen lernen ist inzwischen ein Lifestyle, bei dem es auf gute Gastronomie und eine schöne Unterkunft genauso ankommt, wie auf die Qualität des Unterrichtes. Dem entsprechend ist das Publikum des Hotels bunt gemischt, quasi aus aller Herren Länder und die Sprachenvielfalt, die man rings um sich vernimmt, gleichermaßen. Das Hotelgebäude bietet eine Vielzahl von Seminarräumen ausgestattet mit Smartboards und in gutem Design, da läßt sich eine neue Sprache doch gleich viel besser erlernen.

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Das Restaurant im ehemaligen Kesselraum

Wer viel lernt, hat irgendwann auch Hunger. Diesen kann man bestens stillen im imposanten Restaurant des Hotel Oderberger. Das Restaurant ist ein Raum der sich über drei offene Etagen erstreckt und im ehemaligen Kesselraum des Stadtbades untergebracht wurde. Architektonisch super gelöst und kaum wiederzuerkennen. Einzig und allein einige Relikte aus dem alten Kesselraum, wie alte Wasserdruckuhren und Ähnliches, erinnern an die ursprüngliche Funktion des Raumes. Das Abendessen habe ich nicht im Restaurant des Hotels eingenommen, die Abenkarte las sich aber sehr gut. Das Frühstück, was geboten wurde war klasse und vielfälltig. Von vegetarisch (auch die Pfannkuchen) bis herzhaft wurde alles geboten, was das Herz begehrt. Ich bekam ein perfekt zubereitetes Spiegelei – außen knusprig und das Eigelb noch flüssig. Auch das Servicepersonal war superfreundlich, zuvorkommend und gab auf jede Frage, das Hotel betreffend, nett und ausführlich Auskunft. Tatsächlich werden auch Führungen durch das Gebäude angeboten.

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Nicht nur die Architektur ist beeindruckend, auch die Innengestaltung – die Wahl der Möbelierung und die Kombination aus altem, vorhandenem „Mobiliar“ und Neuem sind gelungen. In diesem Sinne hat mir einfach sehr gut die Bestuhlung im Restaurant und deren Farbwahl gefallen. Es sind die Farben blau, eine Art Taubenblau oder Petrol und ein dunkler Rotton, ein Ochsenblutton oder sattes Kaminrot. Der Gestalter hat sich hier eindeutig etwas gedacht, der Blauton steht für Wasser (Stadtbad) und der dunkle Rotton nimmt die Farbe des alten Gemäuers auf, welches teilweise im Restaurant freigelegt ist und zur gelungenen Symbiose von alt und neu beiträgt.

Das sich jemand über den Einsatz von Farben Gedanken gemacht hat, kann man in allen Bereichen des Hotels feststellen, mir geht dabei das Herz auf und es macht mir Freude das zu sehen.

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Gleichwohl finden sich auch immer wieder schöne Detaillösungen, wie die Garderobenständer des Restaurants, hergestellt aus schmalen Rohren, die dem Haus seinen ganz individuellen Charakter geben.

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Tipps rund um das Hotel

Das Hotel Oderberger liegt im Bezirk Prenzlauer Berg und hat in unmittelbarer Nachbarschaft die Kastanienstraße mit unzähligen Cafés und Restaurants. Hier sollte das Restaurant „die Schule“ erwähnt werden, welches auch zu dem Komplex der Sprachschule GLS gehört. In diesem Restaurant kann man wunderbare Kleinigkeit zum Mittag schnabulieren zu fairen Preisen. Einen kleinen Spaziergang entfernt befindet sich die Kulturbrauerei in der Schönhauser Straße 39. Sie ist Kulturzentrum für die unterschiedlichsten Veranstaltung, beherbergt unter anderem ein Theater, ein Kino und eine Diskothek.

Wer also demnächst einen Berlintrip mit Übernachtung plant, dem kann ich das Hotel Oderberger nur wärmstens an‘s Herz legen.

info@hotel-oderberger.berlin

https://www.hotel-oderberger.berlin/

Wie immer an dieser Stelle freue ich mich über Kommentare, Tipps und Anregungen und verbleibe mit

herzlichen Grüßen

Cathrin

 

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