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Bremen – von Universum bis Überfluss zum Kunstgenuß

Ein Kulturreise nach Bremen

Wer an naturwissenschaftlichen Phänomenen und zeitgenössischer Kunst interessiert ist, dem sei eine kleine Reise nach Bremen empfohlen.

Das Universum

Den Anfang unseres Kulturtrips haben wir im Universum, einem interaktiven Ausstellungszentrum, in Bremens Universitätsviertel, begonnen. Die drei großen Bereiche Technik, Mensch und Natur werden in anschaulicher, interaktiver Weise für Groß und Klein gut verständlich dargestellt. Diese drei Bereiche sind in einem sehr besonderen Gebäude untergebracht. Es hat die Form eines Wals, welches mit Metallplatten belegt ist, die die Sonnenstrahlen silberglitzern reflektieren. Vermutlich, das zur Zeit, interessanteste Gebäude in Bremen.

Um sich auf die drei Bereiche einzulassen, braucht es einige Stunden. Es gilt, hier viel auszuprobieren, Ergebnisse zu erzielen und über manches Ergebnis erstaunt zu sein. Schwächelt man zwischendurch, kann man sich im integrierten Café mit Kaffee, kalten Getränken, Crêpe u.v.m. stärken, um gespannt und motiviert weitermachen zu können. Wir haben fast vier Stunden im Universum verbracht, haben ausreichend Input bekommen und brauchten danach dann Entspannung.

Designhotel Überfluss

Nach dem Besuch im Universum begaben wir uns in Richtung Innenstadt von Bremen, um unser Zimmer im Hotel Überfluss zu beziehen. Die Lage des Hotels ist sehr schön, an der Schlachte mit direktem Blick auf das Wasser. Empfangen wird man im Überfluss mit schwarzem Lacktresen, Lampen von Kartell, einigen optisch reduzierten, cool daher kommenden, Möbelstücken und üppig blühenden Hortensien.

Zimmer mit Aussicht

Man sollte ein Zimmer mit Blick aufs Wasser nehmen. Sehr schöner heller Raum, toller Blick, möbliert mit dem einen oder anderen Designmöbelstück. Es gibt eine Rooftopbar und einen Pool, beides haben wir nicht ausprobiert. Die Bar war leider geschlossen und nach schwimmen war uns nicht zu Mute.

Das Hotel befindet sich in einem alten Jugendstilgebäude und geht von der Langenstr (Adresslage) durch bis zu der Straße „An der Schlachte“. Dies wiederum ist die Adresslage des Restaurants/Grills des Hotels. Auf dieser Seite gibt es auch eine kleine Restaurantterrasse, optisch im Bohostyle gehalten. Sie ist direkt ans Wasser gebaut und gibt einen wunderschönen Rundumblick frei.

Unser Abendessen haben wir gleich um die Ecke vom Hotel eingenommen. Da das Wetter schön war und die Temperaturen angenehm, konnten wir unser Essen draußen zelebrieren und das lustige Treiben der Stadt beobachten. Da sich hier Restaurants und Bars, aufgefädelt wie an einer Perlenkette, eng nebeneinander befinden, konnte man gut

„Leute gucken“ und schön in die angenehme Abendstimmung eintauchen. Nach gutem Essen und anregenden Gesprächen bezüglich der Erlebnisse des Tages, fielen wir satt und ermattet in unser Hotelbett.

Kunsthalle Bremen

Nach reichhaltigem Frühstück und gutem Latte Macchiatto waren wir gerüstet für die nächste Etappe unseres Städtetripps:

die Kunsthalle Bremen.

Im schönen Ostertorviertel in Bremen liegt die Kunsthalle. Ich mag diesen Stadteil sehr, weil es so verwunschene Teile mit schönen alten Häusern gibt und gleichzeitig das Leben hier pulsiert.

Neben der ständigen Ausstellung gab es zurzeit drei Sonderausstellungen: tierischer Aufstand, die Bremer Stadtmusikanten in Kitsch, Kunst und Gesellschaft, Jürgen Waller zum 80. Geburtstag und Karin Kneffel, Still.

Die ständige Ausstellung beinhaltet schon einige bemerkenswerte Arbeiten. Von Picasso, über Monet bis zu Vincent van Gogh – sie alle sind in der Kunsthalle Bremen vertreten.

Bei dem diesmaligen Besuch hat mich am meisten Karin Kneffels Ausstellung beeindruckt. Als Meisterschülerin von Gerhardt Richter, erlangte sie Bekanntheit in ihrem Frühwerk mit realistischen Darstellungen von überdimensionierten Früchten und einer Serie in Nahsicht abgebildeter Tierportraits. Sie beschäftigt sich nun schon seid vielen Jahren mit komplexen Raum – und Zeitschichtungen und blickt mit mehrdeutigen Wahrnehmungs – und Bildstrategien auf die Kunst – und Architekurgeschichte. Die Ausstellung zeigt Kneffels künstlerische Entwicklung von den frühen 1990er – Jahren bis in die Gegenwart.

Die meisten vermuten das Beschriebene sicher nicht in Bremen und vielleicht konnte ich mit dieser Reisebeschreibung Lust auf Kunst, Kultur und Wissenschaft in dieser Hansestadt wecken. Wenn Du gerne Kurzreisen macht’s interessiert dich vielleicht auch Barefoothotel – Hamptonsfeeling in Timmendorf oder Hotel Oderberger, meine kleine Flucht aus dem Alltag.

Am Ende des Blogposts freue ich mich wie immer über reichlich Kommentare und verbleibe mit

herzlichen Grüßen

Cathrin

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